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Musaion - Where artists meet - The free network for artists of all art forms!

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Vom Werben im Web

August 18, 2009 by Alex Macartney   Comments (3)

Gehts euch Kreativen auch so? Manchmal fühlt man sich wie ein inexistenter Geist, man schreibt Redakteure, Firmen, Galerien, Werbeagenturen oder Verlage an, ganz persönlich und direkt, und dann hört man einfach rein gar nix.

Ich stelle mir vor, dass die alle extrem viel zu tun haben, und somit keine Zeit für eine Absagezeile, dass die jeden Tag richtiggehend von Anfragen geflutet werden und in Kreativvorschlägen ersaufen. Was also tun? Wie sagt der Alkoholiker: Steter Tropfen höhlt die Leber.

Also einfach weiter machen.

Meine Erfahrung aber zeigt, dass der persönliche Kontakt viel eher Jobs generiert. Also, da reicht das dünnste Brücklein schon, und man ist im Geschäft. Ich habe mal an einer langweiligen Party mit einem Kind gespielt, ihm einen Indianer gezeichnet, den es dann zuhause an die Wand gehängt hat. Es war das Kind von einem Chef-Redakteur einer grossen Zeitung...

Ja, einmal mehr stelle ich fest, wie die Welt tickt: Wenn zwei gleich gut arbeiten, welcher bekommt den Job? Der, den man kennt, der einem sympathisch ist. Oder bei Frauen: die mit den grösseren Brüsten :)

Hi Alex

ja, diese Erfahrungen habe ich auch gemacht und bin wie Du zum Schluss gekommen, dass nichts über den direkten, persönlichen Kontakt geht.

Diese Einsicht ist mit ein Grund, warum ich das Musaion initiiert habe und eine Musaionausstellung 2010 durchführen möchte. So können erstens wir Kunstschaffende uns mal persönlich kennenlernen und beschnuppern (daraus könnten sich neue gemeinsame kreative Aktivitäten ergeben) und vor allem könnten zweitens die Gäste sehen, was wir zu bieten haben und uns direkt ansprechen (daraus können sich durchaus neue Aufträge oder Verkäufe ergeben).

Wir ticken doch selber genauso: wem bezahlst Du ein Bier, wem kaufst Du was ab, wen heuerst Du an? Deinem/n Bekannten oder dem/n (gleich qualifizierten) Unbekannten?

Drum ab mit uns in Vereine usw., wo wir unser Können für Nichts oder wenig in den Dienst anderer stellen! Das ist unsere beste Werbung, kostet nichts ausser Arbeit, die Spass macht - und nicht selten verdient man was dabei!
Aber das Wichtigste ist: es haben uns bei dieser Gelegenheit viele Menschen kennengelernt, die unsere Arbeit schätzen. Das zahlt sich früher oder später in Form von neuen Aufträgen aus.
Preislich muss man natürlich klar zwei Schienen fahren... :-) Das ist nicht für alle gleich einfach... und heisst manchmal auf Aufträge zu verzichten, die man gerne angenommen hätte - aber eben zum richtigen Preis.

Ich bin offen für Formen von direkter Öffentlichkeitsarbeit. Also wo ein paar von uns sich einer Öffentlichkeit präsentieren - im direkten Kontakt. Live zeigen, was wir drauf haben.... ein Happening, was weiss
ich...! :-)

Tatjana G. Càrpino 18.08.2009

Dito, meine Liebe!
Mein Problem ist, dass ich mehr ein Einzelgänger bin, und es mich darum immer wieder Überwindung kostet "Klinken polieren" zu gehen. Aber irgendwann werde ich meine Bilder der breiteren Öffentlichkeit zeigen. Ich muss allerdings noch ein paar malen, und das dauert eben seine Zeit. An Ideen mangelts mir allerdings nicht!

Alex Macartney 18.08.2009

Versteh ich gut, Alex! Na, ich hoffe, das Musaion steht Dir unterstützend zur Seite, wenn's ums Polieren geht ;-)) und ich wünsche Dir frohes Schaffen! Bin schon sehr neugierig auf die neuen Bilder - mir gefällt das Romantisch-Moderne... :-)

Tatjana G. Càrpino 18.08.2009